Sonntag, 14. Juli 2013

Weihnachtslied (Weihnachtsgedicht)

von Marx Möller 

Die Winde brausen und tosen
über Heide und See;
im Garten die Christrosen
blühn heimlich unter dem Schnee;

heimlich, wie in den Bäumen
es leise treibt und drängt;
heimlich wie süßes Träumen,
das dämmernd den Sinn umfängt,

wenn aus der Luft, der klaren,
Weihnachtsgeläute schwebt,
als hätten vor vielen Jahren
schon einmal wir gelebt, -

als hätte unsre Lippe
schon damals das alte Lied
gesungen, als vor der Krippe
wir weinend niedergekniet;  -

als hätten wir selber gesehen
des Sternes leuchtendes Licht
über der Hütte stehen,  -
und Mariens reines Gesicht,  -

und die Strahlen, welche flirrten
um des Kindes blondlockiges Haar,  -
und die Könige und die Hirten  -
und der Engel jauchzende Schar.

Marx Möller (1868 - 1921)

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